Parapsychologische Phänomene bei Gummibären

Sabine Gerdes, Hamburg, Gummibären-Institut, 1997


Inhalt

  1. Testsituation und Fragestellung

  2. Phänomene
    2.1 Tütenleere
    2.2 Farbdominanz
    2.3 Restpopulation

  3. Untersuchung der Farbanteile
    3.1 Zufällige Farbdominanz
    3.2 Geplante Farbdominanz
    3.3 Gummibärig gesteuerte Farbdominanz

  4. Blaue Gummibären
    4.1 Mutation
    4.2 Masochismus
    4.3 Sichtbarkeit der blauen Spezies

  5. Zusammenfassung

Untersuchungen über Tütenzugehörigkeit im Zusammenhang mit dem Sozialverhalten der Gummibärchen von H. Gerdes (Einfluß der Tütenzugehörigkleit auf das Sozialverhalten der Gummibärchen, Bonn, 1996) ergaben folgende Farbzusammensetzung:


Blaue Gummibären sind nach diesem Untersuchungsergebnis nicht existent. H. Gerdes kommt zu dem Ergebnis, blaue Gummibären wären vermutlich eine eher verlottert wirkende Population, wären sie existent. Versuchsreihen unter Testbedingungen konnten dies nicht bestätigen.

Zum Schutz der blauen Spezies und zur Förderung des Sozialverhaltens der Gummibären in Tütensituation nehmen diese eine notwendige Ausgleichsfarbe an. Sie bevorzugen allerdings die farblose Erscheinungsform, was der transparenten und damit fast unsichtbaren Erscheinung nahe kommt. Zurückzuführen ist diese Entwicklung der blauen Population in Tüten auf historische Ereignisse um 1910, was hier nicht Gegenstand der Untersuchung ist.


1 Testsituation und Fragestellung

Die hier verwendeten Testergebnisse beziehen sich auf Mengen von wenigsten 100 Tüten handelsüblicher Größe (15x10), wie sie auch von H. Gerdes 1996 untersucht wurden. Die Tüten wurden überregional akquiriert, waren sämtlich mit deutschsprachiger Beschriftung versehen und befanden sich bei Beginn der Testreihen im ungeöffneten Zustand.

Alle Personen, die nachfolgende Untersuchungen durchgeführt haben, zählen zur Spezies Homo ludens. Mathematische Ergebnisse wurden durch die Spezies Homo faber erstellt.

Die Fragestellung lautete:

Warum sind blaue Gummibären nicht sichtbar?

Warum sind zeitweise gar keine Gummibären sichtbar und/oder fühlbar?


2 Phänomene

Reihenuntersuchungen unter Testbedingungen haben belegt, daß alle Gummibären-Populationen Phänomene aufweisen, die ausschließlich parapsychologisch zu erklären sind. Dies gilt insbesondere für blaue Gummibären, wie vorliegende Untersuchungsergebnisse zeigen.

2.1 Tütenleere

Regelhafte Beobachtungen belegen, daß Gummibären die geöffnete Tüte verlassen haben, ohne aufgrund masochistischer Veranlagung, siehe Döring (Die sexuellen Phantasien der Gummibärchen, Bonn, 1997) orale Kontakte bei Testpersonen verursacht zu haben. Die Tüte war unerwartet leer, obwohl die jeweils letzte Kontrolluntersuchung eine Population von 3 - 10 Gummibären angibt.

2.2 Farbdominanz

Handelsübliche Tütengrößen weisen eine Farbdominanz farbloser, eher transparenter Gummibären auf. Dies ist, wie Reihenuntersuchungen der Testmengen zeigen, kein zufälliges Phänomen.

2.3 Restpopulation

Die Testreihen des Gummibären-Instituts, Hamburg, belegen bei Untersuchungen der tüteninhaltigen Restmengen, daß es sich bei 97 von 100 Untersuchungen immer um den Verbleib einer Gummibären-Coloration handelt. Auffälligerweise besteht die Restpopulation handelsüblicher Tüten in 97% aus transparenten Bären. Es bleibt nachfolgend zu untersuchen, ob es sich bei der 3%igen Duo- und in einem Fall sogar einer Multi-Colorations-Population der Restmenge um ein weiteres Phänomen handelt.


3 Untersuchung der Farbanteile

Die Dominanz transparenter Gummibären in handelsüblichen Tüten handelsüblicher Größe ist eindeutig nachgewiesen, siehe Untersuchungsreihe des Gummibären-Instituts, Hamburg, 1997.

3.1 Zufällige Farbdominanz

Eine zufällig sich ergebene Farbdominanz einer Gummibären-Population scheidet aus, da amerikanische wie europäische Gen-Forschung an Gummibären eine vollständig gleichmäßig verteilte Colorations-Genetik belegen.

3.2 Geplante Farbdominanz

Geplante Farbdominanz einer Gummibären-Population scheidet aus, da die willkürlich autoritär herbeigeführte Farbdominanz einer Coloration in jedem Fall zur Tütenexplosion führten. Tütenexplosionen sind jedoch seit Beginn der Gummibären-Forschung außer bei zielgerichtet herbeigeführten Testsituationen unbekannt.

3.3 Gummibärig gesteuerte Farbdominanz

Untersuchungsreihen der Gummibären-Genforschung am Gummibären-Institut, Hamburg, belegen die Unterschiedlichkeit der DNS bei dem tüteninhaltigen dominanten Farbanteil. Dies ist in der Regel die transparente Bärchen- Erscheinung. Ein geringerer Anteil transparenter Gummibären in Tüten, variierend zwischen 2,9 und 4,8%, weist besondere regenbogenartige Farbgene auf, die für die Pigmentierung aller Colorationen verantwortlich zu sein scheinen.


4 Blaue Gummibären

Aufgrund der irrtümlichen Annahme, die Coloration der Gummibären-Population sei nicht genetisch bedingt, sondern durch Zusatzstoffe industriellerProduktionen verursacht, wurden farbige Gummibären generell verfolgt.

4.1 Mutation

Blaue Gummibären können jede beliebige Coloration der in der Gummibären-Population gängigen Varianten annehmen. Sie bevorzugen allerdings dietransparente Erscheinungsform. Dies erklärt die in 1.2 beschriebeneFarbdominanz der transparenten Gummibären in handelsüblichen Tüten.

4.2 Masochismus

Blaue Gummibären sind entgegen anderen Gummibären- Populationen nicht masochistisch veranlagt. D.h., sie sind nicht dem humanen Speichel entgegenwabernd. Hieraus ist die in 1.1 beschriebene urplötzliche Tütenleere abzuleiten. Blaue Gummibären lösen sich in der Atmosphäre auf und verlieren für den Zeitraum der Gefährdung die physische Gummibären-Erscheinungsform. Hierin ist zudem die Ursache für unter Tischen, in verborgenen Ecken, sogar in Schubläden aufgefundene Einzelexemplare zu sehen. Es ist zu vermuten, daß ihnen nach Abwenden der Zermalm- und Speichelgefahren keine Tütenrückkehr möglich war. Meist ist die Ursache in der Entsorgung der Tüte über Recycling-Abfall und/oder über die Nichtbereitstellung einer neuen Tüte zu sehen. Weiter erklärt dies die auffällige Häufigkeit transparenter Restpopulationen in Tüten, siehe Abschnitt 1.3.

4.3 Sichtbarkeit der blauen Spezies

Blaue Gummibären reagieren äußerst empfindsam auf Speichelfluß. Sie spüren diesen, bevor er vom Homo ludens wie auch vom Homo faber wahrgenommen wird. Sie entziehen sich als Schutzmaßnahme zum Weiterbestand der Gummibären-Populationen sofort der visuellen Farbwahrnehmung bis zur völligen Auflösung.


5 Zusammenfassung

Zusammenfassend ist festzustellen, daß blaue Gummibären die Garanten für die Kontinuität der Spezies Ursus elasticus vulgaris sind. Sie haben regenbogenartige Farbgene, die für die bekannten Colorationsgruppen verantwortlich sind. Sie entziehen sich taktiler und visueller Wahrnehmung bei Speichelgefahr, so daß eine Restpopulation immer gewährt bleibt.

Hier muß ein parapsychologisches Phänomen angenommen werden. In Folge wird zu untersuchen sein, zu welchen Zeitpunkten und/oder in welchen Testsituationen blaue Gummibären wahrnehmbar sind. Bedeutsam für weitere Forschungen zur Spezies Gummibären ist die Frage, ob blauen Gummibären noch weitere ungewöhnliche Fähigkeiten zugeordnet werden müssen, die dem Bereich der Parapsychologie zuzurechnen sind.

Es ist zu vermuten, daß Testreihen mit real wahrnehmbaren blauen Bären nur von Personen durchgeführt werden können, deren Speichel beim Anblick oder auch Geruch von Gummibären aus Ekel versiegt.

Es bleibt zu untersuchen, ob Personen, die sich parapsychologischer Kräfte wähnen, durch die Anwesenheit blauer Gummibären befähigt werden. Es ist also nachfolgend zu klären, ob sich unter WahrsagerInnen, HellseherInnen, Kartenleger- Innen einer hoher Anteil der mit Gummibären-Ekel behafteten Personen befindet, die paradoxerweise dadurch von parapsychologischen Fähigkeiten blauer Gummibären profitieren.

Dies würde wiederum erläutern, warum Testreihen über parapsychologische Phänomene mit menschlichen Personen zu negativen Ergebnissen kommen müssen, da die Untersuchungen menschlicher parapsychologische Phänomene in der Regel unter Ausschluß von Gummibären stattfinden.

Abschließend ergibt sich die eindeutige Existenz blauer Gummibären. Einzelexemplare dieser Spezies haben sich für weitere Forschungszwecke nicht nur bereit erklärt, dem Gummibären-Institut, Hamburg, zur Verfügung zu stehen. Sie wollen demnächst auch, um die Anerkennung ihrer Spezies zu festigen, dem Psychologischen Institut, Bonn, für Testreihen zur Verfügung stehen.