Einfluß der Tütenzugehörigkeit auf das Sozialverhalten der Gummibärchen

Eine Gummibärentüte sieht aus wie die andere - so wird der naive Gummibärenkonsument meinen. Aber weit gefehlt: Bei genauerem Hinsehen werden diffizile Unterschiede gewahr, die nach unserem heutigen Kenntnisstand eindeutig Einfluß auf das Sozialverhalten der Bärchen haben.


Die Tütengröße

Wie schon Traxler (Aus dem Leben der Gummibärchen, S. 54, Zürich: Diogenes, 1992) feststellt, werden Gummibärchen, die auf zu engem Raum in einer Tüte zusammenleben, aggressiv und verlieren das Interesse an der Fortpflanzung.

Aggressives Gummibärchen
Aggressives Gummibärchen

Daraus wurde abgeleitet: Je günstiger das Verhältnis von Tütengröße und Anzahl der in ihr lebenden Gummibären ist, desto mehr Nachwuchs ist zu erwarten und um so friedlicher verhalten sich die Bärchen. Es zeigte sich aber, wie so oft in der Forschung, daß die einfache Lösung nicht die richtige ist. In einer Untersuchung wurde bei konstant gehaltener (handelsüblicher) Tütengröße (15 x 10 cm) die Anzahl der Gummibärchen manipuliert. Die Ergebnisse lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:



Die Farbzusammensetzung

Die ursprüngliche Farbzusammensetzung einer Tütenpopulation hat entscheidenden Einfluß auf das Sozialverhalten, wie Untersuchungen zum Zusammenhang von Farbe und Charakter anzeigen. (Natürlich bleibt die Farbzusammensetzung einer Tütenpopulation nicht konstant, sondern es kommt aufgrund von Kreuzungen zu Änderungen.)



Weitere Einflüsse auf das Sozialverhalten

Neben den beiden hier ausführlich besprochenen Punkten (Tütengröße, Farbzusammensetzung) ist eine Reihe weiterer Bedingungesfaktoren für das Sozialverhalten ausgemacht worden:


erstellt: 11.3.96 by HG, letzte Änderung: 17.10.99 by HG